| Pipa parva |
Pipa parva ist mit ca. 4-5 cm. Rumpflänge die kleinste Art der südamerikanischen Pipas. Die Farbe variiert von dunkelgrau bis graubraun. Die grobkörnige Haut und die Gestalt erinnern eher an Zwerg- krallenfrösche denn an die wabenförmigen großen Pipas. Sicheres Unterscheidungsmerkmal sind aber die sternenförmig geformten Fingerenden, die zur taktilen Wahrnehmung dienen. Auch die Fortbewegung und die Futteraufnahme ist eher den Krallenfröschen ähnlich. Während der Paarung geben die Männchen Zirplaute von sich, die recht laut sein können und mich ein wenig an das Rattern einer alten Festplatte erinnern. Die Fortpflanzung selbst erfolgt, wie bei allen Pipiden üblich, über das Klammern der Männchen in der Hüftgegend der Weibchen. Ungewöhnlich ist jedoch, dass die Eiablge auf dem Rücken des Weibchens geschieht. Dies ist ein speziefisches Verhalten der Wabenkrötenfamilie. Innerhalb weniger Stunden wachsen die Eier in die aufquellende Rückenschleimhaut ein. Nach Tagen schlüpfen bei P. parva dann schon recht große Quappen. Bei den größeren Pipa-Arten sind es sogar fertige Frösche, die aus dem Rücken schlüpfen.
Ich hielt 4 Männchen und 3 Weibchen in einem Becken mit 80 cm Kantenlänge ohne Filterung bei regelmäßigem Wasserwechsel. Die Temperatur beträgt ca 26o C. Bepflanzt ist das Becken mit Vallisnerien, Schwimmfarn und Javafarn auf einer Wurzel, die als Versteckmöglichkeit dient. Eine Abdeckung schützt die Tiere vor dem "Ausbüchsen". Eine solche Abdeckung ist für alle Pipiden Aquarien unumgänglich. Gefüttert wir mit allerlei Frost- und Lebendfutter, wie etwa Mückenlarven, die kleinen Pipas sind nicht sehr wählerisch.
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